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Andacht zum Monatsspruch Juni

In der Geschichte der Christenheit ist dieser Vers eine der größten Herausforderungen für alle Gläubigen geworden. Was ist, wenn der Staat, die Gesellschaft, die Menschen um uns herum etwas von uns fordern, von dem wir als Christen genau wissen, dass es nicht dem Willen Gottes entspricht?

Oft werden solche Forderungen harmlos in beschwichtigende Aussagen wie „das tut doch jeder“ oder „so schlimm ist das doch nicht“ verpackt. Und so versuchte man das kleine Stück Weihrauch zu verharmlosen, das einem römischen Kaiser als Zeichen der Verehrung geopfert werden sollte. Versuchte man den Gehorsam, den all die Diktatoren der Weltgeschichte gefordert haben, gering zu reden, um sich zu beruhigen und oft sind Verhaltensweisen wie Macht- und Geldgier, Lüge und Betrug schöngeredet worden, weil „die Zeiten nun mal so sind“.

Es ist unsere Aufgabe als Christen hier unbequem zu bleiben und auf den Willen Gottes zu achten. Keine einfache Aufgabe, die uns oft nur gelingt, wenn wir merken, dass wir dabei nicht alleine sind.

Neben der politischen Dimension des Monatsspruches, steckt in ihm noch eine weitere gewaltige Herausforderung: Denn zu allen Zeiten sind sich die Menschen ohne Gott einig gewesen, dass es eine Grenze für Liebe gibt. Wie oft wurden und werden Menschen als nicht liebenswert abgelehnt, weil sie aus einem anderen Volk stammen, ärmer oder reicher waren oder eine andere Meinung haben. Doch das ist nie die Sicht Gottes gewesen, dass nur „perfekte“ Menschen liebenswert seien.

Die Liebe Jesu zu uns Menschen geht sogar so weit, dass er einem Menschen in Liebe begegnet, der wegen seiner Verbrechen neben ihm gekreuzigt wird und ihm vergibt. Dabei hat dieser selbst seine Schuld eingestanden. Doch Jesus vergibt ihm und nimmt ihn an. Einem Menschen, der vermutlich weniger für Jesus getan hat, als jeder von uns, der dieses Vorwort liest. Es ist eine gewaltige Herausforderung, Gott mehr zu gehorchen als den Menschen, doch es ist das einzig Richtige für uns persönlich und für unsere Welt.

       Euer Pastor Reiner Atts